Tafelklavier Schmahl

Clavier am Main

line
Home Konzerte
Frankfurt
Schlosskonzerte
Homburg am Main
Toscanakonzerte
Würzburg
Michael
Günther
Jan
Großbach
Tasteninstrumente
Musikalien
Kontakt
Verbindungen
line

ARCHIV UNSERER VERGANGENEN KONZERTE:

Bild_Schloss Homburg Sonntag, 8. Mai 2016, 19.00 Uhr
Frankfurt-Höchst Bolongaropalast

„Musik für die Flöte und das Clavier um das Jahr 1750“
Kompositionen von Giovanni Platti, den Söhnen Joh. Seb. Bachs und Wolfgang Amadé Mozart

Mathias von Brenndorff, Traversflöte
Michael Günther, Cembalo und Pantalon

Die Traversflöte und das neu aufkommende Fortepiano waren in der Zeit des Übergangs vom Barock zur Empfindsamkeit die Favoriten unter den Instrumenten. Der sanfte Klang der aus Holz gefertigten Traversflöte und die empfindsamen Ausdrucksmöglichkeiten der Hammerklaviere faszinierten die Musikwelt.
Die Verwendung eines „Pantalons“, eines speziellen und sehr frühen Hammerklaviers aus der Homburger Sammlung, dürfte sehr überraschen. Im Vergleich mit dem ebenfalls verwendeten Cembalo klingt es äußerst temperamentvoll, wie ein mit Hämmerchen gespieltes, ungedämpftes Cymbal, aus dem sich dieses Hammerklavier entwickelt hatte. Das Instrument wurde in Breitenbach in Thüringen in der Mitte des 18. Jahrhunderts gefertigt und kann Heinrich Harraß zugeschrieben werden, der schon ein Cembalo an Johann Sebastian Bach geliefert hatte. Das ideale Instrument für die Kompositionen seiner Söhne, und für Mozart steht ein früher Wiener Hammerflügel bereit.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg


















Bild_Schloss Homburg Samstag, 16. April, 20.00 Uhr
Frankfurt-Höchst Bolongaropalast

„Ein elegantes Fortepiano aus der Wetterau aus dem Jahr 1814 klingt wieder“
Klaviermusik aus Großherzoglichen Zeiten aus der Musikaliensammlung von Schloss Homburg am Main

Jan Großbach, Rezitation
Michael Günther, Cembalo

Der „Orgel= und Instrumentenmacher Johann Georg Klein in Ockstadt bey Friedberg“ baute im Jahr 1814 ein Fortepiano, das nach seiner Restaurierung durch Jan Großbach wieder elegant und graziös ausschaut und klingt. Es ist das rechte Instrument für einige vergessene, aber sehr interessante Klavierwerke aus dieser Region, so Variationen über die Anfangsbuchstaben C D seiner „königlichen Hoheit“ Carl Theodor von Dalberg, der im Jahr 1810 zum Großherzog von Frankfurt ernannt wurde, aus der Feder des Komponisten Michael Henkel. Aus der Zeit des Großherzogs Ferdinand III von Toscana erklingt eine „Romance et Rondo Militaire“ des Würzburger Komponisten Joseph Küffner sowie eine Sonate des Großherzoglich Frankfurter Musikdirektors Johann Franz Xaver Sterkel.
Jan Großbach wird mit einigen merkwürdigen Dokumenten in jene Zeit des Umbruchs einführen.


Bild_Schloss Homburg Samstag, 4. Juli 2015, 17.00 Uhr
Frankfurt-Höchst Bolongaropalast

Leipzig, Bach und seine Sehnsucht nach Italien
Cembalomusik des Meisters und seine italienischen Träume und Lehrmeister

Jan Großbach, Rezitation
Michael Günther, Cembalo

Die Musik Italiens übte auf Johann Sebastian Bach schon in seiner Jugend einen unwiderstehlichen Reiz aus. Da er nicht zu seinen Idolen reisen konnte, studierte er deren neueste Musik in Partituren, und schrieb Konzerte zu Cembalowerken um, damit er sie buchstäblich begreifen konnte. Im Programm erklingen auch ältere italienische Meister, um die Weitergabe der Cembalokunst Italiens, von der Spätrenaissance über Frescobaldi und Froberger zu Bach in Leipzig darzustellen.
Es erklingt, erstmals nach seiner Restaurierung durch Jan Großbach, ein kostbares originales Cembalo des 18. Jahrhunderts aus Italien.

Eintritt frei! Um eine Spende wird gebeten.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 17. Mai 2015, 11.00 Uhr Matinee
Kapellensaal des Bolongaropalasts Frankfurt-Höchst

Musik aus dem barocken Neapel
Vokal- und Instrumentalmusik von Scarlatti, Mancini, Pergolesi

Antje Rux, Gesang
Marie Deller, Violoncello und Blockflöte
Michael Günther, Cembalo

Seit der Antike ist die Musikalität Neapels Legende und im 18. Jahrhundert stand das Musikleben im Königreich Neapel in Blüte. In zahlreichen Konservatorien wurden Musiker ausgebildet, mehrere Opernhäuser bestanden gleichzeitig, und exzellente Cembali wurden hergestellt, die man selbst im Norden Italiens gelegentlich bevorzugte.
Deutsche Musiker und Kunstliebhaber wollten auf Reisen in die italienischen Musikmetropolen keinesfalls auf einen Besuch Neapels verzichten, um das berühmte Musikleben aus erster Hand zu erleben.
Die Komponisten Scarlatti, Mancini, Sarro und Pergolesi waren Kapellmeister am neapolitanischen Hof oder Organisten der königlichen Kapelle und schufen Vokal- und Instrumentalwerke, die in ganz Europa geschätzt wurden.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg


















Bild_Schloss Homburg Samstag, 11. April 2015, 20.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts Frankfurt-Höchst

„Ae Fond Kiss“ - British Songs from the Past
Traditionelle „Folk-songs“ und Cembalo-Variationen

Deirdre Campbell-Shaw, Gesang und keltische Harfe
Michael Günther, Cembalo

Die Schottin Deirdre Campbell-Shaw singt schottische, irische und englische Lieder aus Elisabethanischer und späterer Zeit. Sie begleitet sich selbst auf der keltischen Harfe.
Die wundervollen „Folk-songs“ inspirierten auch die bedeutendsten englischen Komponisten der Renaissance, so dass sich die Liedmelodien in ihren Variationswerken mit den schönen Titeln „The Carman’s Whistle“, „Go From my Window“, „Fortune my Foe“ und „John, Come Kiss Me Now“ wiederfinden.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg



















Bild_Schloss Homburg Sonntag, 14. Dezember 2014, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts Frankfurt-Höchst

„Carl Philipp Emanuel Bach und seine Musikwelt“
Kompositionen für die Flöte und das Clavier im Jubiläumsjahr

Mathias von Brenndorff, Traversflöte
Michael Günther, Fortepiano und Pantalon

Die Traversflöte und das neu aufkommende Fortepiano waren bevorzugte Instrumente Friedrichs II. von Preußen und auch des seit 1738 in seinem Dienst stehenden Carl Philipp Emanuel Bach. Der sanfte Klang der barocken Traversflöte und die empfindsamen Ausdrucksmöglichkeiten der Hammerklaviere faszinierten die Musikwelt.
Die Verwendung eines „Pantalons“, eines speziellen und sehr frühen Hammerklaviers aus der Homburger Sammlung, dürfte sehr überraschen. Es klingt äußerst temperamentvoll, wie ein mit Hämmerchen gespieltes, ungedämpftes Cymbal, aus dem sich dieses Hammerklavier entwickelt hatte. Das Instrument wurde in Breitenbach in Thüringen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefertigt und kann Heinrich Harraß zugeschrieben werden, der schon ein Cembalo an Johann Sebastian Bach geliefert hatte.
In diesem Jahr jährt sich Carl Philipp Emanuel Bachs Geburtsjahr zum dreihundertsten Mal, am 14. Dezember 1788 ist Bach in Hamburg gestorben.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg

















Bild_Schloss Homburg
Sonntag, 30. November 2014, 17.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts Frankfurt-Höchst

„Rosenholz und Regenbogen“
Werke von Winfried Michel
und Giovanni Paolo Tomesini

Johann Sonnleitner, Clavier
Markus von Hagen, Rezitation
Almut Steinhausen, Violine und Viola
Robert Nikolayczik, Violoncello

Werke des Barockkomponisten Giovanni Paolo Tomesini, der Komponist ist anwesend! Was paradox klingt, ist dennoch wahr, denn das gesamte Lebenswerk des spätbarocken Komponisten wurde erst in unseren Jahren von Winfried Michel komponiert. Das Emblem „Rosenholz und Regenbogen“ aus dem 17. Jahrhundert zeigt das der Erde Entsprosste, Blüten und Dornen Tragende unter dem Farbenspiel des Regenbogens, der nur für kurze Zeit sichtbar ist und unerreichbar bleibt.
Kompositionen von Winfried Michel und Giovanni Paolo Tomesini zu Texten des Barockdichters Georg Rodolf Weckherlin und des Buches Salomo stehen im Spannungsfeld von tonaler Ausdruckswelt und atonaler Klangsprache.

Bild_Schloss Homburg



















Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Samstag, 1. November 2014, 20.00 Uhr
Pavillon im Park des Bolongaropalasts

„Wenn einer eine Reise tut“
Erlebnisse und Beobachtungen aus Höchst und Umgebung, gefunden in alten Reisetagebüchern, mit längst verklungener Claviermusik jener Zeit

Jan Großbach, Rezitation
Michael Günther, Fortepiano

Reisetagebücher waren im 18. Jahrhundert eine beliebte und verbreitete Literaturgattung. Jan Großbach stellt zwei Werke in Auszügen vor, die unsere Region betreffen: Johann Caspar Riesbecks „Briefe eines Reisenden Franzosen über Deutschland An seinen Bruder zu Paris“ aus dem Jahr 1783 und Charles Burneys „Tagebuch einer Musikalischen Reise“ aus dem Jahr 1773.
Michael Günther spielt dazu Claviermusik, die diesen reisenden Musikliebhabern und Kennern begegnet sein mögen. Es erklingen Werke des Darmstädter Hofkapellmeisters Christoph Graupner, des aus Würzburg stammenden und in Mainz und Frankfurt gefeierten Pianisten Johann Franz Xaver Sterkel und anderer Komponisten auf musealen Fortepianos.



Bild_Schloss Homburg Sonntag, 29. Juni 2014, 19.00 Uhr
Schloss Homburg am Main

„MUSIK IM MUSEUM“
Samstag, 28. Juni 2014, 20.00 Uhr
Höchster Porzellan-Museum im Kronberger Haus
Bolongarostr. 152


In Italien erlebte die Musik im Barock eine besondere Blüte. So verwundert es nicht, dass dort auch exzellente Cembali gebaut wurden. Ein besonders schönes Cembalo des römischen „Cembalaro“ Giacomo Ridolfi erklingt nach seiner Restaurierung wieder mit Werken italienischer Komponisten.
Der „Lebensweg“ dieses Cembalo konnte seit seiner Erbauung um das Jahr 1665 fast lückenlos erforscht werden. Der Interpret Michael Günther und der Restaurator Jan Großbach führen mit kurzen Anmerkungen in diese Zeit ein und lüften das sehr überraschende Geheimnis des Erbauers des prächtigen Instruments und seiner illustren Besitzer.

In freundlicher Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Frankfurt.


Bild_Schloss Homburg „BOLONGAROS MUSIKALISCHER SALON“
Sonntag, 18. Mai 2014, 11.00 Uhr Matinée
Kapellensaal des Bolongaropalasts Frankfurt-Höchst
Bolongarostr. 109

„Lieder und Klavierwerke in Frankfurt, Mainz und Würzburg um 1800“
Werke von Vincenzo Righini, Friedrich von Dalberg und Johann Franz Xaver Sterkel

Julla von Landsberg, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Michael Günther, Fortepiano

Vincenzo Righini, Friedrich von Dalberg und Johann Franz Xaver Sterkel, waren die bedeutendsten Komponisten am Ende des 18. Jahrhunderts in Mainz und Frankfurt bzw. Würzburg. Alle drei waren der Vokalmusik regelrecht verfallen. Sie entwickelten diese Gattung in dieser Region durch die Qualität und den Ausdruck ihrer Arbeiten auf eine Höhe, die ihresgleichen sucht. Veranlasst durch kriegerische Unruhen siedelte Righini nach Berlin über, wo er ein überaus gefeierter Opernkomponist wurde. Zahlreiche gedruckte Sammlungen ihrer Lieder, Duette und Klavierwerke zeugen von der Beliebtheit ihrer Werke bei ihren Zeitgenossen, heute sind diese überraschende, wundervolle Entdeckungen.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg



















Bild_Schloss Homburg „BOLONGAROS MUSIKALISCHER SALON“
Samstag, 25. Januar 2014, 20.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts Frankfurt-Höchst
Bolongarostr. 109

„Zauberhafte Cantaten und Instrumentalmusik
in Frankfurt und Würzburg aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
von Giovanni Benedetto Platti, Georg Philipp Telemann u.a.“

Julla von Landsberg, Sopran
Martin Seemann, Violoncello
Michael Günther, Pantalon

Von der Kunstliebe am Hof der weltoffenen Fürstbischöfe aus dem Hause Schönborn bzw. des Fürstbischofs Greiffenclau zeugt nicht nur das Deckengemälde Giovanni Battista Tiepolos in der Würzburger Residenz, das auch ein Musikerensemble zeigt. Auch aus dem erhaltenen Repertoire der dort entstandenen Musik lässt sich höchste Qualität und eine Offenheit für neue Klangwelten ablesen. Es dürfte kein Zufall sein, dass man Giovanni Benedetto Platti, der in Siena das gerade neu erfundene Hammerklavier kennen gelernt hatte, mit diesem Wissen nach Würzburg holte. So findet in diesem Konzert erstmalig für die „Clavier“-Partie das in Franken eben aufkommende „Pantalon“, eine Frühform des Hammerklaviers Verwendung, eine Premiere mit ungeahntem Klangreiz!
Das Konzert beinhaltet auch eine „Cantate einer schönen Hirtin“ des in Frankfurt tätigen Georg Philipp Telemann, der 1712 zum „Städtischen Musikdirektor“ ernannt wurde, und der dieser Stadt auch nach seiner Anstellung in Hamburg 1721 noch viele Jahrzehnte verbunden blieb.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg



















Bild_Schloss Homburg „BOLONGAROS MUSIKALISCHER SALON“
Samstag, 16. November 2013, 20.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts Frankfurt-Höchst
Bolongarostr. 109

„Drei Fortepianos aus dem 18. Jahrhundert klingen wieder“
Excellente Hammerklaviere aus der Region um den Main und aus Thüringen mit der zu ihnen gehörenden Klaviermusik

Michael Günther, Fortepiano
Jan Großbach, Einführung


Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Drei bedeutende „Fortepianos“, in der hiesigen Region und in Thüringen im 18. Jahrhundert gebaut, erklingen nach ihrer Restaurierung wieder in alter Klangpracht und verleihen den Kompositionen ihrer Zeit erst ihren rechten Charme: Ein Tafelklavier, dem großherzoglich Darmstädtischen Hofinstrumentenmacher Oberndörfer zugeschrieben, erklingt mit Werken des dort tätigen Christoph Graupner, ein spätes Tafelklavier aus dem Kreis um den Bamberger Hofinstrumentenmacher Georg Ludwig Krämer mit Werken Sterkels und Mozarts und ein „Pantalon“, das dem Breitenbacher Instrumentenmacher Georg Nicolas Deckert zugeschrieben werden kann, und das einst in der Nähe von Rudolstadt stand, erklingt mit Werken des dort wirkenden und hoch begabten einstigen Wunderkinds Georg Gebel.
Wissenswertes zu den Instrumenten, aber auch zu den Lebensumständen der Baumeister und zum Musikleben der Zeit erfährt man durch den Interpreten und den Restaurator dieser Instrumente.



Bild_Schloss Homburg Sonntag, 13. Oktober 2013, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Zauberhafte Cantaten und Instrumentalmusik
in Frankfurt und Würzburg aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
von Giovanni Benedetto Platti, Georg Philipp Telemann u.a.“


Martin Seemann, Violoncello
Michael Günther, Pantalon

Von der Kunstliebe am Hof der weltoffenen Fürstbischöfe aus dem Hause Schönborn bzw. des Fürstbischofs Greiffenclau zeugt nicht nur das Deckengemälde Giovanni Battista Tiepolos in der Würzburger Residenz, das auch ein Musikerensemble zeigt. Auch aus dem erhaltenen Repertoire der dort entstandenen Musik lässt sich höchste Qualität und eine Offenheit für neue Klangwelten ablesen. Es dürfte kein Zufall sein, dass man Giovanni Benedetto Platti, der in Siena das gerade neu erfundene Hammerklavier kennen gelernt hatte, mit diesem Wissen nach Würzburg holte. So findet in diesem Konzert erstmalig für die „Clavier“-Partie das in Franken eben aufkommende „Pantalon“, eine Frühform des Hammerklaviers Verwendung, eine Premiere mit ungeahntem Klangreiz
Das Programm des Konzerts wurde wegen Erkrankung der Sängerin verändert und beinhaltete Sonaten für das Violoncello und Sonaten für das „Clavier“ von Giovanni Platti und Luigi Boccherini.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg




















Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg „DIE MOZARTS IN FRANKFURT“
Samstag, 31. August 2013
Altes Schloss Höchst und Historisches Museum Frankfurt

„Die Mozarts in Frankfurt - Der Aufenthalt während der Wunderkindreise vor 250 Jahren“
Ein mozartisches Spektakel mit den Gästen des Jahres 1763, den Fortepianos und viel Musik in Frankfurt und Frankfurt-Höchst

Michael Quast, Rezitation
Julla von Landsberg, Gesang
Betty Nieswandt, Traversflöte
Milena Schuster, Violine
Martin Seemann, Violoncello
Michael Günther, Fortepiano

Das Jubiläum des Aufenthalts der Mozarts in Frankfurt vor genau 250 Jahren möchte eine Wiederbegegnung ermöglichen: Mit verschiedenen illustren Personen, denen die Mozarts hier begegneten, und über die wir durch Leopold Mozarts Reiseaufzeichnungen informiert sind, mit originalen, kostbaren Tasteninstrumenten, denen Mozart begegnet sein könnte und vor allem, mit seiner Musik und der Musik seiner süddeutschen Zeitgenossen, die ihn beeindruckte.

Programm

14.00 Uhr: Prolog im Alten Schloss Höchst, Höchster Schlossplatz:
- Michael Quast liest aus Briefen und Dokumenten der Zeit, die ein instruktives Licht auf die Mozarts und die Frankfurter werfen
- dazu Claviermusik, gespielt von Michael Günther
15.15 Uhr: Fahrt mit dem „Marktschiff“ nach Frankfurt Mainkai/Historisches Museum, so, wie die Mozarts auch mit dem Marktschiff von Mainz her kamen, mit Wein, mit „Reiseclavierl“ und Conversation mit illustren Gästen des Jahres 1763;
17.00 Uhr: Historisches Museum Frankfurt:
Konzert und eine kleine Ausstellung mit Musikinstrumenten, Musikalien etc. des 18. Jahrhunderts, mit Kammermusik des jungen Mozart und süddeutscher Komponisten und Komponistinnen, die um 1763 den Mozarts begegnten oder begegnet sein dürften:
- Julla von Landsberg, Gesang
- Betty Nieswandt, Traversflöte
- Milena Schuster, Violine
- Martin Seemann, Violoncello
- Michael Günther, Fortepiano
spielen Werke des jungen Mozart, von Maria Antonia Walpurgis von Bayern, Bruno Holzapfel, Pergrin Pögl und Joseph Anton Bauer.
19.00 Uhr Ende


Bild_Schloss Homburg Michael Quast


















Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Julla von Landsberg,
Betty Niewandt,
Milena Schuster,
Martin Seemann,
Michael Günther














Aufgenommen in die „Kulturroute 2013“ der Deutschen Mozart-Gesellschaft e.V.


Bild_Schloss Homburg „MUSIK IM HISTORISCHEN MUSEUM“
Donnerstag, 20. Juni 2013, 20.00 Uhr
Historisches Museum Frankfurt

„Accords nouveaux für Laute und Cembalo - Musik aus dem 17. Jahrhundert und Briefe von Constantijn Huygens“
Kompositionen von Louis Couperin, Francois Dufaut, Denis Gaultier, Johann Jacob Froberger u.a.

Sigrun Richter, Barocklaute
Michael Günther, Cembalo
Nico van der Waals, Rezitation

Das Wechselspiel von Cembalo und Laute wurde in den Pariser Adelskreisen des 17. Jahrhunderts besonders gepflegt. So imitieren französische Cembalisten im „style luthé“ die Spielweise der Lautenisten. Und nicht nur Constantijn Huygens (1596 - 1687), Staatsmann, Gelehrter, Philosoph, Dichter, Musiker, der unter anderem selbst auch Cembalo und Laute spielte, transkribierte Cembalowerke seines Freundes Johann Jacob Froberger für die Laute. Umgekehrt sind Übertragungen der Lautenmusik von Francois Dufaut und Denis Gaultier für das Cembalo überliefert.
Constantijn Huygens tauschte sich in seiner Briefkorrespondenz mit den zentralen Persönlichkeiten der Zeit aus - für uns ein faszinierender Einblick in die Geisteswelt des 17. Jahrhunderts.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg




















Bild_Schloss Homburg „BOLONGAROS MUSIKALISCHER SALON“
Samstag, 27. April 2013, 20.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Friedrich der Große und seine Musikwelt“
Kammermusik von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Joachim Quanz, Anna Amalie von Preussen und Friedrich II.

Betty Nieswandt, Traversflöte
Michael Günther, Pantalon

Traversflöte und die neu aufkommenden Fortepianos waren bevorzugte Instrumente des „alten Fritz“. Neben dem sanften Klang der barocken Traversflöte dürfte die Begleitung durch ein Pantalon überraschen. Das verwendete „Pantalon“ aus der Sammlung von Schloss Homburg aus dem 18. Jahrhundert stammt aus Thüringen und klingt wie ein mit Hämmerchen gespieltes, ungedämpftes Cymbal, aus dem sich dieses Hammerklavier entwickelt hatte.
Das Programm wird durch kurze wissenswerte Anmerkungen zu Friedrichs Musikliebe, zu seinen Lieblingsinstrumenten, aber auch zu überraschenden Bezügen seiner bevorzugten Komponisten zu Frankfurt und Franken ergänzt.

Bild_Schloss Homburg


















Bild_Schloss Homburg „BOLONGAROS MUSIKALISCHER SALON“
Samstag, 13. April 2013, 20.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Winterreise“
24 Lieder von Franz Schubert nach Gedichten von Wilhelm Müller

Jan Kobow, Gesang
Michael Günther, Fortepiano

Franz Schubert fühlte sich von den Gedichten Wilhelm Müllers unmittelbar angesprochen. Sie waren noch nicht lange erschienen, und Schubert vertonte sie bald zu Liedern, ein Jahr vor seinem eigenen Tod. Dies geschah zunächst in zwei Teilen, die dann zu einem großen Zyklus zusammengefasst wurden.
Der Zuhörer wird zum Begleiter des Wanderers, der Liebe und Geborgenheit verloren hat und ohne Ziel und ohne Hoffnung sich in die Winternacht begibt.
Das authentische Klangbild wird dadurch vervollständigt, dass der Pianist den Sänger auf einem exzellenten originalen Hammerflügel von Theodor Christoph Haug, Stuttgart 1815, begleitet, wie er zur Entstehungszeit der „Winterreise“ verwendet wurde, und dessen delikaten klanglichen Möglichkeiten der Komponist „im Ohr hatte“.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg



















Bild_Schloss Homburg „BOLONGAROS MUSIKALISCHER SALON“
Samstag, 23. März 2013, 20.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Wolfgang Amadé Mozart und seine Claviermusik für zwei und vier Hände“

Ricardo Magnus und Michael Günther, Fortepiano

Genau so interessant wie Mozarts Lebensgeschichte ist auch die Geschichte der „Claviere“ seiner Zeit. Immer wieder wurde der Komponist, der auch zu den bedeutendsten „Clavieristen“ seiner Zeit zählt, von neuen Instrumententypen zu neuem Kompositionsstil inspiriert und umgekehrt wollten Instrumentenmacher neue Ausdrucksmöglichkeiten ermöglichen.
Die seltenen und kostbareren Originalinstrumente aus der Sammlung von Schloss Homburg, darunter ein Fortepiano aus Mozarts Freundeskreis, vermitteln einen authentischen Klangeindruck.

Bild_Schloss Homburg














Bild_Schloss Homburg
Samstag, 27. Oktober 2012
Historisches Museum Frankfurt

„DER KLAVIERBAU IN FRANKFURT UND DER NÄHEREN UMGEBUNG IM 18. UND FRÜHEN 19. JAHRHUNDERT“

Ein Symposium mit
Vorträgen,
einer kleinen Ausstellung
und einem Konzert

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Der Bau besaiteter Tasteninstrumente blühte in Frankfurt und der näheren Umgebung im 18. und frühen 19. Jahrhundert.
Das Symposium wird in Vortträgen darstellen, welche Instrumentenbauer in dieser Region tätig waren, wie ihre Tasteninstrumente beschaffen waren, wie deren Arbeitsumstände waren und erlaubt Rückschlüsse auf das damalige Musikleben.
Einige dieser seltenen und wertvollen Tasteninstrumente, darunter das zweitälteste erhaltene Tafelklavier von Johann Benedict Ernst Wegmann, im Jahr 1796 in Frankfurt erbaut, ein aufwendig dekoriertes Pantalon von Joseph Anton Boos, Mainz um 1767, ein Tafelklavier, Johann Andreas Mahr, Wiesbaden um 1770 zugeschrieben, sowie ein ganz neuer Fund eines Tafelklaviers der Gebrüder Mahr, Wiesbaden um 1800 werden während des Symposiums in einer kleinen Ausstellung zu sehen sein.
Die Instrumente erklingen im Abschlusskonzert.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg

PROGRAMM

14.00 bis 18.30 Uhr: Vorträge

19.00 Uhr: Konzert
Michael Günther spielt auf den seltenen und kostbaren Instrumenten der Ausstellung Werke von Komponisten, die in Frankfurt bzw. Mainz tätig oder mit dieser Region eng verbunden waren.

ZU WEITEREN INFORMATIONEN KLICKEN SIE: HIER


Bild_Schloss Homburg Samstag, 20. Oktober 2012, 20.00 Uhr
Historisches Museum Frankfurt

„Dort droben auf jenem Berge - tief unten im einsamen Thale“
Lieder und Klavierkammermusik in Frankfurt um 1800 von Johann Franz Xaver Sterkel

Julla von Landsberg, Sopran
Simon Heim, Violine
Michael Günther, Fortepiano

Bernhard Janz, Einführung

So könnte man sich einen Konzertabend in der hiesigen Region um den Main um das Jahr 1800 vorstellen. Johann Franz Xaver Sterkel (1750-1817) war nicht nur in Würzburg, seiner Geburtsstadt, in Mainz, wo er im Dienst der Kurfürsten Erthal und Dalberg stand und als großherzoglicher Musikdirektor in Frankfurt ein gefeierter Komponist und Pianist, zu dem selbst der junge Beethoven pilgerte. In Wien wurden seine Werke ebenfalls sehr gut aufgenommen, und der bei Kennern hoch angesehene Komponist Nikolaus von Krufft schrieb Variationswerke über verschiedene Lieder Sterkels.
Zur Begleitung der Lieder und zweier Violinsonaten finden zwei besondere, originale Hammerklaviere des 18. Jahrhunderts aus der Sammlung von Schloss Homburg Verwendung, die deren Charme erst so recht entstehen lassen.
Bernhard Janz (Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Würzburg) wird in das Thema einführen.

Bild_Schloss Homburg














Bild_Schloss Homburg Samstag, 22. September 2012, 20.00 Uhr
Historisches Museum Frankfurt

„Seien Sie mir ewig gut!“
Lieder, Klavierwerke und Klavierkammermusik von Joseph Martin Kraus

Jan Kobow, Tenor
Swantje Hoffmann, Violine
Martin Seemann, Violoncello
Michael Günther, Fortepiano

Der in Miltenberg geborene und spätere königlich schwedische Kapellmeister Joseph Martin Kraus (1756-1792) wurde immer wieder mit Wolfgang Amadé Mozart verglichen, wozu die ähnlichen Lebensdaten und auch die Lust zum pointierten Briefeschreiben verleiten. Tatsächlich ist er einer der originellsten und unabhängigsten Musiker des 18. Jahrhunderts. Er verfügte über hervorragende Kenntnisse der gerade aufblühenden Poesie in deutscher Sprache, pflegte Kontakt zu Matthias Claudius und verfasste selbst Lyrik, die er zu Liedern verarbeitete.
Zur Begleitung finden zwei besondere, originale Hammerklaviere des 18. Jahrhunderts aus der Sammlung von Schloss Homburg Verwendung.
Michael Günther wird einige Briefe des Komponisten lesen und so mit dem Komponisten vertraut machen.


Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Samstag, 16. Juni 2012, 20.00 Uhr
Historisches Museum Frankfurt

„Dort droben auf jenem Berge - tief unten im einsamen Thale“
Lieder, Duette, Terzette sowie Klavierwerke in Würzburg um 1800 von Johann Franz Xaver Sterkel und Vincenzo Righini

Julla von Landsberg, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Peter Kooij, Bass/Bariton
Michael Günther, Fortepiano

Bernhard Janz, Einführung

Das erste Konzert der neuen Konzertreihe „Musik im Historischen Museum“ führt in eine Glanzzeit des Musiklebens dieser Region mit einem Programm, wie man es sich dort in einem Konzert um das Jahr 1800 vorstellen könnte. Franz Xaver Sterkel (1750-1817) und Vincenzo Righini (1756-1812) entwickelten ein reiches Musikleben in Mainz, Frankfurt und Würzburg, und besonders ihre Vokalwerke wurden selbst in den Musikzentren Wien und Berlin sehr geschätzt, so dass im Nachruf des in Würzburg geborenen Komponisten und Pianisten Sterkel ein Musikrezensent im Jahr 1817 fragen konnte: „Wer kennt den gesangreichen Componisten nicht?“ Heute ist er selbst in seiner Heimat nahezu vergessen. Vollkommen zu Unrecht! Ähnliches gilt für Vincenzo Righini, der ebenfalls im Mainzer Musikleben viele Jahre eine gewichtige Rolle spielte.
Diese Komponisten verfügten über hervorragende Kenntnisse der gerade aufblühenden Poesie in deutscher Sprache der bedeutendsten Literaten, deren Gedichte ihren Liedern zu Grunde liegen, so zu Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Friedrich von Matthisson, Friedrich Schiller und anderen. Im Konzert erklingen neben solistischen Liedern auch Duette und Terzette.
Mit der Sopranistin Julla von Landsberg, dem Tenor Jan Kobow und dem Bassbariton Peter Kooij konnten besondere, international renommierte Sänger und Sängerinnen gewonnen werden. Sie werden von Michael Günther auf zwei außergewöhnlichen, originalen Hammerklaviere jener Zeit aus der Sammlung von Schloss Homburg am Main begleitet, die auch in Solowerken erklingen werden.
Bernhard Janz vom Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Würzbug wird in das Thema einführen.

Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg















Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Sonntag, 11. März 2012, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Pieces de Clavecin en Concert“
Brillante Kammermusik von Jean Philippe Rameau

LA GAMBA, FREIBURG
Ricardo Magnus, Cembalo
Franca Polowski, Violine
Ekkehard Weber, Viola da gamba

Eine neue, extreme Form von Kammermusik steuerte Jean-Philippe Rameau mit seinen „Pieces de Clavecin en Concert“ bei, die 1741 in Paris veröffentlicht wurden: Zur Violine und Viola da Gamba tritt das von Rameau so geschätzte Cembalo hinzu, aber nicht wie bisher als begleitendes Continuo-Instrument, sondern als dominierendes Soloinstrument. Im Vorwort bemerkt er gar: „Diese Stücke können, ohne dass etwas zu wünschen übrig bliebe, auf dem Cembalo allein gespielt werden; man vermutet dabei nicht einmal, dass sie für eine andere Zusammenstellung geeignet sind“. Ihren unvergleichlichen Charme entwickeln diese Stücke unserer Meinung nach erst durch eben diese dezente Streicherbegleitung im Hintergrund.
Charme, Raffinesse und Esprit jener Zeit spiegeln sich unvergleichlich darin, und einen weiteren Beitrag zur Gattung Kammermusik hat Rameau nicht geleistet; offenbar war mit dieser neuartigen Klangstruktur für ihn das Wesentliche abschließend gesagt.
Etliche Sätze tragen Titel, die auf bestimmte Zeitgenossen, darunter den reichen Steuerpächter und Musikenthusiasten Lapopliniére, den ebenso reichen Bankier Laborde sowie auf die Komponistenkollegen Forqueray und Marais oder auf die gerühmte Cembalistin Boucon und den Violinisten Cupis verweisen. Kurze Erläuterungen zu diesen überaus illustren Personen wollen in diese schillernde Zeit einführen.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 19. Februar 2012, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Die Dalbergs geben sich die Ehre“
Vokalwerke und Klavierwerke zu zwei, vier und fünf Händen von Friedrich von Dalberg

Jan Kobow, Gesang und „fünfte Hand“
Angela Koppenwallner, Fortepiano
Michael Günther, Fortepiano

Friedrich von Dalberg, einer einflussreichen und kunstsinnigen Familie entstammend und mit Mainz bzw. Aschaffenburg besonders verbunden, war als Komponist und Musikschriftsteller einer der genialsten und originellsten Köpfe des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Im Musikleben ist er selbst in seiner Heimat viel zu wenig beachtet.
Eine Zeichnung von Wilhelm Kobell aus dem Jahr 1787 könnte die drei Dalberg-Brüder, wohlweißlich am bzw. um ein Klavier versammelt, darstellen. Für die Dalbergs war Kunst und speziell Musik nicht eine nebensächliche, oberflächliche Unterhaltung, gerade einmal geeignet zur standesgemäßen Repräsentation, sondern selbstverständlicher und notwendiger Bestandteil ihres Lebens. Kunst und Wissenschaften wurden aber nicht nur gefördert, sondern auch von ihnen selbst betrieben.
Der jüngste Bruder Friedrich von Dalberg (1760-1812), der sich selbst gerne Fritz Dalberg nannte, kann zu den originellsten Komponisten, Musikschriftstellern und Pianisten des späten 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts gezählt werden. Es ist ein großes Rätsel, warum dieser im modernen Konzertleben so wenig beachtet wird, vielleicht weil er nie auf die Publikumsgunst schielte? Seine Originalität und Phantasie zeigen sich besonders in seinen Liedern und in seinen Klavierwerken zu zwei, vier, und man höre und staune, zu fünf Händen. Mit den bedeutendsten Dichtern, so Goethe, Schiller, Wieland und Herder stand er im Austausch, und nicht jeder Komponist wählte mit so sicherem Gespür Gedichte zur Vertonung zu Liedern, in denen sich oft ein Schuss Selbstironie findet und die persönliche Verbindungen zum Freundeskreis um Mozart verraten.
Eine weitere interessante Seite Dalbergs offenbaren seine Klavierkompositionen. Neben brillanten Sonaten zu zwei und vier Händen befindet sich eine Sonate „zu fünf Händen“ darunter. Das bedeutet, dass drei Spieler an einer gerade einmal 85 cm breiten Klaviatur sitzen, wobei „Primo“ und „Secondo“ in gewohnter Weise vierhändig spielen und dazu noch zur Rechten ein weiterer Spieler nur mit einer Hand die höchste Stimme spielt. Dieses Spektakel wird wohl auch im Hause Dalberg der reine Spaß gewesen sein.
Aus der Sammlung von Schloss Homburg sind zahlreiche Musikalien in der Ausstellung zu sehen, und selbstverständlich erklingen die Klavierkompositionen auf zwei der schönsten originalen Tasteninstrumente der Dalberg-Zeit aus dieser bedeutenden Sammlung, um die Musik im leichteren, transparenten Klangbild jener Zeit entstehen zu lassen.


Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Sonntag, 9. Oktober 2011, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„... in besten Händen“ - Virtuose Musik für die Viola da gamba der Zeitgenossen Johannes Schenck und Marin Marais

José Vazquez, Viola da gamba
Lúcia Krommer, Viola da gamba
Michael Günther, Cembalo

Die beiden Zeitgenossen waren die bedeutendsten Violendagamba-Virtuosen ihrer Zeit: Marin Marais am französischen Hof Ludwigs XIV und Johannes Schenck, seit 1696 in Düsseldorf am Hofe des Pfalzgrafen Johann Wilhelm II („Jan Willem“), Kurfürst von der Pfalz, der selbst ein begeisterter Gambenspieler war. Marais Gambenmusik ist Inbegriff der höfischen Musik des französischen Hochbarock, Schencks Oeuvre, auf seine Art nicht weniger genial und in Kennerkreisen gerühmt, verdient wahrlich größere Bekanntheit. Seine Suitensammlungen tragen so schöne Titel wie „Le Nymphe di Reno“, „L Echo du Danube“ oder „Les Fantaisies bisarres de la Goutte“.
Nicht nur eine Begegnung der beiden legendären Violendagamba-Virtuosen jener Zeit, es begegnen sich auch zwei wunderbare Musikinstrumentensammlungen: Aus seiner einzigartigen Sammlung „Orpheon“, die zum Teil sich in Schloss Duino befindet, bringt José Vazquez zwei auserlesene Exemplare mit: eine Viola da Gamba von Jakob Steiner, Absam, 1671 und eine zweite von Joachim Tielke, Hamburg, 1683. Ein prächtiges Cembalo des Jahres 1665 aus der Sammlung Michael Günther in Schloss Homburg am Main gesellt sich dazu. Ein traumhafter Abend für Kenner und Liebhaber.


Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Samstag, 24. September 2011, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Wolfgang Amadé und seine Musik für zwei Claviere“
„Clavier“-Kompositionen, gespielt auf originalen Instrumenten der Mozartzeit

Angela Koppenwallner, Fortepiano
Michael Günther, Fortepiano
Hermann Feneberg, Moderation

Kompositionen für zwei „Claviere“ scheint Mozart besonders glücklich bedacht zu haben. Schließlich ist der Aufwand, zwei schöne Fortepianos nebeneinander zu haben, nicht unbeträchtlich. Auf originalen „Fortepianos“, zum Teil aus dem Freundeskreis des Komponisten, erklingen neben der glücklichen Sonate D-Dur, der anachronistischen Fuge in c-Moll sozusagen als Anhang auch einige Fragmente, die der Zuhörer freilich im Geiste und in der Vorstellung bis zum letzten Takt ergänzen möge.
Hermann Feneberg, Präsident der Mozart-Gesellschaft München, führt durch das Programm und vermittelt Einblicke in die Zusammenhänge mit Mozarts bewegter Lebensgeschichte.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 24. Juli 2011, 19.30 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Musik für das Pantalon“
Werke der fränkischen und süddeutschen Komponisten Joseph Martin Kraus und Joseph Haydn für das frühe Hammerklavier

Michael Günther, Pantalon

Eine wahre „Pianomania“ bei „Kennern und Liebhabern“ entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch die neu entwickelten Hammerklaviere. Neben den im heutigen Musikleben längst wieder benutzen Hammerflügeln ist eine andere Art dieser Fortepianos noch neu zu entdecken: das „Pantalon“. Seine Wurzeln reichen zum Hackbrett, das mit einer Klaviatur versehen wurde. Es erhielt seinen Namen von dem berühmten Hackbrettvirtuosen Pantaleon Hebenstreit.
Ein „Pantalon“, das sich nun in der Sammlung von Schloss Homburg befindet wird nach seiner Restaurierung erstmals vorgestellt mit Werken des in Miltenberg geborenen Komponisten Joseph Martin Kraus, mit Variationen und Fantasien seines ihn als Genie verehrenden Freundes Joseph Haydn und Werken anderer süddeutscher Komponisten.
Manche Kompositionen dieser Zeit entfalten ihren Charme erst so recht auf dieser Art von Tasteninstrument, sie leben von dem Klangrausch eines ungedämpften Pantalons, vom „Umeinandersausen“ der Töne, wie die begeisterten Zeitgenossen schrieben.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 26. Juni 2011, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Musik für das Clavichord“
Kompositionen des 17. und 18. Jahrhunderts, gespielt auf einem besonderen Instrument

Angela Koppenwallner, Clavichord

Das leise, aber überaus ausdrucksstarke Instrument, das jahrhundertelang allen Tastenspielern als Übe- und Komponierinstrument und Reisegefährte diente, aber auch für Hauskonzerte im intimen Kreis das bevorzugte Tasteninstrument war, steht im Mittelpunkt dieses Konzertabends. Für einige Komponisten war es das bevorzugte Tasteninstrument und wegen seiner besonderen Sensibilität wurde es im 18. Jahrhundert auch als „Seelen-Seismograph“ bezeichnet.
Die österreichische Cembalistin Angela Koppenwallner, die in den letzten Jahren verstärkt als Clavichordsolistin in Erscheinung getreten ist, weiht ihr neuerworbenes Meisterinstrument von Jean Tournay ein! Clavichordmusik aus Barock und Klassik von Wolfgang Amadé Mozart, Joseph Haydn, Johann Jacob Froberger und Johann Sebastian Bach wird zu hören sein.


Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Sonntag, 8. Mai 2011, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Gesellige und heitere Musik des Biedermeier“
gespielt auf eiem „Csakan“ (Spazierstockflöte), gesungen und begleitet auf einem Hammerklavier der Zeit

Anette-Susanne Bethge, Csakan
Johannes Weiss, Gesang und Hammerklavier
Michael Günther, Hammerklavier
Jan Großbach, Rezitation

Bild_Schloss Homburg Sehr behaglich, die Welt des Biedermeier: Tags hinaus in die Natur, ihre Schönheit genießen, eine Flöte immer dabei, denn der Csakan war Spazierstock und Flöte in einem. Und abends häusliches Musizieren, etwas Tanzmusik auf dem Klavier zu zwei oder zu vier Händen, Lieblingswalzer der Tanzsäle von Rossini oder Strauß, oder Gassenhauer aus Wiener Opernaufführungen. Es fehlen auch nicht Lieder, darunter einige von Franz Schubert mit durchaus selbstironischem Text:
„Ein trautes, stilles Stündchen bleibt man noch gern am Feuer wach
und denkt: Nun abermal ein Tag!
O wie ich mir gefalle in meiner stillen Ländlichkeit!
Zirpt immer, liebe Heimchen, in meiner Klause eng und klein...“



Bild_Schloss Homburg Sonntag, 13. März 2011, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

Ein Würzburger Fortepiano klingt wieder
Klaviermusik Würzburger Komponisten und Komponistinnen um 1800

Michael Günther, Fortepiano
Jan Großbach, Rezitation

Ein kleines Fest: Nach einer mehrere Jahre dauernden Restaurierung erklingt ein Tafelklavier erstmals wieder: Jacob Pfister hatte das Instrument um 1800 in Würzburg gebaut. Eben erst war er von seiner Ausbildung in Wien zurückgekehrt, hatte sich niedergelassen und für sein „Probstück“ eines Fortepianos höchstes Lob erhalten.
Auf dem Instrument erklingen zauberhafte Sonaten, Fantasien und Variationen des Würzburgers Johann Franz Xaver Sterkel, seiner hochbegabten und schon 23-jährig gestorbenen Schülerin Catharina Bauer sowie anderer Komponisten der Region.
Dazu liest Jan Großbach aus der Würzburger und Frankfurter Presse und anderen Quellen jener Zeit, die kleine und große Merkwürdigkeiten des Alltags vor 200 Jahren beschreiben und ein heiteres Bild des Musik- und Gesellschaftslebens widerspiegeln.


Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Sonntag, 20. Februar 2011, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

Originale Querflöten aus der Sammlung Spohr vorgestellt in Wort und Klang
Werke von Händel, Blavet, Platti, C. Ph. E. Bach, Müthel u.a.

Peter Spohr, Traversflöte
Michael Günther, Cembalo und Fortepiano

„Diese zum schönen Ton bestimmte und eigenthümliche Weite ist schwer zu finden...“, so beschreibt der Autor und Flötenbauer Tromlitz ein „Geheimnis“ seiner Traversflöten.
Flöten von ihm und anderen illustren Flötenmachern des 18. Jahrhunderts stellt der Sammler Peter Spohr vor, erläutert die Entwicklung dieses Instruments und zeigt, warum die Traversflöte zu einem Lieblingsinstrument des 18. Jahrhunderts wurde.
Vor allem aber erklingen diese Originale von ihm gespielt in Sonaten der bedeutendsten Komponisten und Flötisten des 18. Jahrhunderts, mit regionalen und zeitlichen Bezügen der Instrumente zu den Kompositionen. Peter Spohr spielt diese Werke auf besonders interessanten Traversflöten seiner bedeutenden und in Fachkreisen gerühmten Sammlung, Michael Günther, begleitet am Cembalo und Hammerflügel.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 30. Januar 2011, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Seien Sie mir ewig gut!“
Lieder und Klavierwerke von Joseph Martin Kraus und Friedrich von Dalberg

Jan Kobow, Gesang
Michael Günther, Fortepiano

Sie sind im Musikleben viel zu wenig beachtet: Der in Miltenberg geborene und spätere Kapellmeister am königlich schwedischen Hof Joseph Martin Kraus und der in Mainz geborene Friedrich von Dalberg zählen zu den interessantesten und bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten der Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Beide tauschten sich in Mainz künstlerisch rege aus und beide zeigen ihr originelles kompositorisches Können besonders in ihren Liedern und Klavierwerken.
Jan Kobow ist weltweit ein besonders renommierter Sänger. Er wird von Michael Günther auf einem exzellenten Hammerflügel jener Zeit begleitet, der auch in Solowerken erklingt.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 5. Dezember 2010, 20.00 Uhr (Uhrzeit geändert!)
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Sie hat 6 Saiten, und ist von ausnehmender Anmuth...“
Musik für die Viola da gamba der Familie Bach

Ekkehard Weber, Viola da gamba
Michael Günther, Fortepiano

Weiter schreibt Christian Friedrich Daniel Schubart 1784 über die Viola da gamba: „Die Nachtstücke lassen sich herrlich darauf vortragen; überhaupt alles was Anmuth und Zärtlichkeit athmet“.
Keine Überraschung also, dass Carl Philipp Emanuel Bach diesem Instrument einige besondere Sonaten widmete. Eher überrascht es, dass Vater Johann Sebastian fast gar keine originale Musik für dieses feine Instrument schrieb. So landet der suchende Gambenspieler schnell bei den Bach'schen Cello-Suiten und tut es dem Meister gleich: Er adaptiert sie für die Gambe. Der musikalische Fokus verschiebt sich dabei auf andersartige Qualitäten der Musik. Die Suiten verändern ihren Charakter durch die Benutzung einer Viola da gamba, gewinnen eine neue Beleuchtung und werden auf eine ganz andere Weise erlebbar: Man entdeckt sehr viel mehr französischen Esprit in dieser Musik - und sehr viel weniger titanisches Pathos.
Die verwendete Gambe wurde 1722 in Paris von François Gaviniès gebaut.


Samstag, 10. Juli 2010, 19.00 Uhr und 22.00 Uhr (Nachtkonzert)
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Wolfgang Amadé und seine Claviere“
Eine Nacht mit der Musik Mozarts und besonderen Tasteninstrumenten seiner Zeit

Konzert I: Mozarts Werke für zwei „Claviere“ gespielt auf zwei originalen „Fortepianos“
Konzert II (Nachtkonzert): Mozarts Werke für „Clavier“ zu zwei und vier Händen, gespielt auf einem Cembalo, auf einem Clavichord und verschiedenen originalen „Fortepianos“ aus dem Freundeskreis Mozarts

Angela Koppenwallner und Michael Günther, „Claviere“
Hermann Feneberg und Jan Großbach moderieren und sprechen zu Bezügen zu Mozarts Lebensgeschichte und zu den „Clavieren“ seiner Zeit

Genau so interessant wie Mozarts Lebensgeschichte ist auch die Geschichte der „Claviere“ seiner Zeit. Immer wieder wurde der Komponist von neuen Instrumententypen zu neuem Kompositionsstil inspiriert und umgekehrt wollten Instrumentenmacher neue Ausdrucksmöglichkeiten ermöglichen.
In zwei Konzerten mit besonderen Werken Mozarts wird dies hörbar und zwar möglichst authentisch, da eine Reihe seltener und kostbarer Originalinstrumente, vom Cembalo, Clavichord bis zu verschiedenen „Fortepianos“ von zwei ausgewiesenen Kennern, Angela Koppenwallner und Michael Günther gespielt werden. Dazu vermittelt Hermann Feneberg, Präsident der Mozart-Gesellschaft München Einblicke in Zusammenhänge mit Mozarts bewegter Lebensgeschichte und Jan Großbach führt in die Geschichte und Entwicklung der Tasteninstrumente in Mozarts Schaffen ein.


Sonntag, 25. April 2010, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Der Arpeggione und die Klangwelt Franz Schuberts“

Gerhart Darmstadt, Arpeggione
Michael Günther, Fortepiano

Der Arpeggione, dem Aussehen nach einer Gitarre ähnlich, aber beim genaueren Hinsehen ein Streichinstrument in der Größe eines Violoncellos, dessen sechs Saiten mit einem Bogen gestrichen werden, ist Ausdruck der Suche nach einer neuen Klangwelt der Zeit Schuberts. Von diesem Komponisten stammt auch die bedeutendste Komposition für dieses seltene Instrument, das der gehaltvollen Tiefe, der Zerbrechlichkeit, Transzendenz und Melancholie Schuberts am nächsten kommen kann.


Sonntag, 14. März 2010, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Tief unten im einsamen Tale“
Lieder und Klavierwerke des Mainzer Komponisten Johann Franz Xaver Sterkel

Julla von Landsberg, Gesang
Michael Günther, Fortepiano

Eine weitere Auswahl der interessantesten Lieder und Klavierwerke Sterkels, die zeitlich vom ausgehenden Rokoko bis zur frühen Romantik reicht, nun für eine Sopranstimme mit „Clavierbegleitung“.
Mit den Tasteninstrumenten der Homburger Sammlung, einem zierlichen Tafelklavier aus dem Jahr 1780 und einem eleganten Hammerflügel aus dem Jahr 1815 entfalten Sterkels Lieder und Klavierwerke erst so recht ihren Charme.


Sonntag, 7. März 2010, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Ein Mops hat sich verlaufen“
Anzeigentexte aus Frankfurter Zeitungen und Musik um 1800

Betty Nieswandt, Traversflöte
Tünde Kiss, Tafelklavier
Jan Großbach: Konzept und Rezitation

Bedeutende Ereignisse der Frankfurter Stadtgeschichte um das Jahr 1800 sowie kleine und großere Merkwürdigkeiten des Alltags vor 200 Jahren werden nachgezeichnet an Hand von Anzeigentexten aus Frankfurter Zeitungen und anderen Quellen. Musikalisch illustriert werden die von Jan Großbach ausgewählten und vorgetragenen Texte von Betty Nieswandt, Traversflöte und Tünde Kiss, die auf einem Pianoforte der (damals) neuesten Mode aus der Werkstatt des Frankfurter Orgel- und Claviermachers Joh. Benedict Ernst Wegmann spielt.


Sonntag, 14. Februar 2010, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„... für das Fortepiano zu vier Händen“
Werke von Wolfgang Amadé Mozart, Johann Franz Xaver Sterkel, Friedrich Fleischmann und Franz Schubert

Ella Sevskaya und Michael Günther, Fortepiano

Neben Mozarts Variationen in G-Dur und Schuberts Fantasie f-Moll sind Sonaten des Würzburgers Sterkel und des Marktheidenfelders Fleischmann der Beitrag der hiesigen Region zur Klaviermusik.
Das Duo Ella Sevskaya und Michael Günther spielte wiederholt mit großem Erfolg auch in den Homburger Schlosskonzerten. Es erklingen zwei besondere Fortepianos der Homburger Sammlung, ein Tafelkavier aus Süddeutschland um 1775 und ein Hammerflügel aus dem Jahr 1815.


Samstag, 9. Januar 2010, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Go from my Window“
British Songs from the Past

Deirdre Campbell-Shaw, Gesang und keltische Harfe
Michael Günther, Cembalo

Die Schottin Deirdre Campbell-Shaw singt schottische, irische und englische Lieder aus Elisabethanischer und späterer Zeit. Sie begleitet sich selbst auf der keltischen Harfe oder wird von Michael Günther auf dem Cembalo begleitet. Diese wundervollen „folk-songs“ inspirierten die englischen Komponisten der Renaissance auch zu prächtigen Variationswerken für das Cembalo solo, das dort „virginal“ genannt wurde.


Sonntag, 6. Dezember 2009, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Italienische Violinmusik des 17. Jahrhunderts“
Werke von Giovanni Paolo Cima, Francesco Turini, Alessandro Stradella und Giovanni Battista Vitali

Barbara Koppold und Julia Muginstein, Violine
Achim Weigel, Viola da Gamba
Michael Günther, Cembalo

Die Vielfalt und der Reichtum der Violinmusik in Italien zeigen sich am Anfang des 17. Jahrhunderts in den frühesten Triosonaten des Mailänders Giovanni Paolo Cima oder des in Prag geborenen Francesco Turini. Ebenso meisterhaft sind Ende des 17. Jahrhunderts die Werke des in Florenz, Venedig und Rom wirkenden Alessandro Stradella und des in Bologna und Modena wirkenden Giovanni Battista Vitali.


Sonntag, 15. November 2009, 19.00 Uhr
Kapellensaal des Bolongaropalasts

„Da droben auf jenem Berge“
Lieder und Klavierwerke des Mainzer Komponisten Johann Franz Xaver Sterkel

Jan Kobow, Gesang
Michael Günther, Fortepiano

So könnte man sich einen Konzertabend in der hiesigen Region um den Main um das Jahr 1790 vorstellen. Sterkel, in Würzburg geboren und am Mainzer Hof tätig, war weit bekannt und geschätzt, so dass ein Musikkritiker in Sterkels Nachruf im Jahr 1817 fragen konnte: „Wer kennt den gesangreichen Componisten nicht?“ Heute ist er selbst in seiner Heimat nahezu vergessen. Vollkommen zu Unrecht!



ZURÜCK ZU DEN KONZERTEN IN FRANKFURT KLICKEN SIE: HIER

ZURÜCK ZUR STARTSEITE KLICKEN SIE: HIER




line
Clavier am Main
Schlossplatz 3
97855 Triefenstein
Tel.: +49 (0) 93 95 / 99 78 11
E-Mail: info@clavier-am-main.de