Tafelklavier Schmahl

Clavier am Main

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„TOSCANAKONZERTE IN DER WÜRZBURGER RESIDENZ“
KONZERTE MIT LÄNGST VERKLUNGENER MUSIK IN DER WÜRZBURGER RESIDENZ

Das erstaunlich reiche musikalische Erbe der Region um den Main, dargestellt in Kammerkonzerten, die jeweils einem speziellen Thema oder einem Komponisten gewidmet sind, mit außergewöhnlichen Interpreten und unter Verwendung von exzellenten, originalen Tasteninstrumenten der Entstehungszeit der Kompositionen aus der bedeutenden Sammlung in Schloss Homburg am Main. Renommierte Musikologen führen instruktiv in das Programm ein.
Unsere Veranstaltungen finden in freundlicher Zusammenarbeit mit dem „Institut für Musikgeschichte“ der Universität Würzburg und dem „Frankenbund“ statt.



UNSERE NÄCHSTEN KONZERTE:

Bild_Schloss Homburg Sonntag, 6. Mai 2012, 17.00 Uhr
Toscanasaal der Würzburger Residenz

„Musik am Hof der Schönborns in Würzburg“
Zauberhafte Cantaten und Instrumentalmusik von Giovanni Benedetto Platti, Fortunato Chelleri, Georg Philipp Telemann u.a.

Julla von Landsberg, Sopran
Jan Kobow, Tenor
„Ariadne musica“ - ein Ensemble mit zwei Violinen, Viola und Violoncello
Michael Günther, Pantalon und Cembalo

Frohmut Dangel-Hofmann, Einführung

Von der Kunstliebe am Hof der weltoffenen Fürstbischöfe aus dem Haus Schönborn bzw. des Fürstbischofs Greiffenclau zeugt nicht nur das Deckengemälde Giovanni Battista Tiepolos in der Würzburger Residenz, das auch ein Musikerensemble zeigt. Auch aus dem erhaltenen Repertoire der dort entstandenen Musik lässt sich höchste Qualität und eine Offenheit für neue Klangwelten ablesen. Es dürfte kein Zufall sein, dass Giovanni Benedetto Platti, der in Siena das von Bartolomeo Cristofori gerade neu erfundene Hammerklavier kennen gelernt hatte, mit diesem Wissen nach Würzburg kam. So findet in diesem Konzert erstmalig für die „Clavier“-Partie das in Franken eben aufkommende „Pantalon“, eine Frühform des Hammerklaviers Verwendung, eine Premiere mit ungeahntem Klangreiz!
Das Konzert beinhaltet auch ähnliche Werke des in Frankfurt tätigen Georg Philipp Telemann, der 1712 zum „Städtischen Musikdirektor“ ernannt wurde, und der dieser Stadt auch nach seiner Anstellung in Hamburg 1721 noch viele Jahrzehnte verbunden blieb.
Frohmut Dangel-Hofmann, eine hervorragende Kennerin des Werks Plattis und der Schönborn'schen Musikalienbibliothek in Wiesentheid wird in das Thema einführen.


Bild_Schloss Homburg Bild_Schloss Homburg Sonntag, 17. Juni 2012, 17.00 Uhr
Toscanasaal der Würzburger Residenz

„Dort droben auf jenem Berge - tief unten im einsamen Thale“
Lieder, Duette, Terzette sowie Klavierwerke in Würzburg um 1800 von Johann Franz Xaver Sterkel und Vincenzo Righini

Julla von Landsberg, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Peter Kooij, Bass/Bariton
Michael Günther, Fortepiano

Bernhard Janz, Einführung

So könnte man sich einen Konzertabend in der hiesigen Region um den Main um das Jahr 1800 vorstellen. Der Würzburger Komponist und Pianist Johann Franz Xaver Sterkel (1750-1817) war weit bekannt und geschätzt, so dass ein Musikkritiker in Sterkels Nachruf im Jahr 1817 fragen konnte: „Wer kennt den gesangreichen Componisten nicht?“ Heute ist er selbst in seiner Heimat nahezu vergessen. Vollkommen zu Unrecht! Ähnliches gilt für Vincenzo Righini (1756-1812), der im Mainzer Musikleben eine gewichtige Rolle spielte.
Diese Komponisten verfügten über hervorragende Kenntnisse der gerade aufblühenden Poesie in deutscher Sprache und über gute Kontakte zu den bedeutendsten Literaten, deren Gedichte ihren Liedern zu Grunde liegen, so zu Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Friedrich von Matthisson, Friedrich Schiller und anderen.
Es konnten besondere, international renommierte Sänger und Sängerinnen gewonnen werden. Zur Begleitung finden zwei außergewöhnliche, originale Hammerklaviere jener Zeit aus der Sammlung von Schloss Homburg am Main Verwendung.
Bernhard Janz (Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Würzburg) wird in das Thema einführen.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 23. September 2012, 17.00 Uhr
Toscanasaal der Würzburger Residenz

„Seien Sie mir ewig gut!“
Lieder, Klavierwerke und Klavierkammermusik von Joseph Martin Kraus

Jan Kobow, Tenor
Gerhart Darmstadt, Violoncello
Michael Günther, Fortepiano

Gerhart Darmstadt, Einführung

Der in Miltenberg geborene und spätere königlich schwedische Kapellmeister Joseph Martin Kraus (1756-1792) wurde immer wieder mit Wolfgang Amadé Mozart verglichen, wozu die ähnlichen Lebensdaten und auch die Lust zum pointierten Briefeschreiben verleiten. Tatsächlich ist er einer der originellsten und unabhängigsten Musiker des 18. Jahrhunderts. Er verfügte über hervorragende Kenntnisse der gerade aufblühenden Poesie in deutscher Sprache, pflegte Kontakt zu Matthias Claudius und verfasste selbst Lyrik, die er zu Liedern verarbeitete.
Zur Begleitung finden zwei besondere, originale Hammerklaviere des 18. Jahrhunderts aus der Sammlung von Schloss Homburg Verwendung.
Gerhart Darmstadt, Präsident der „Internationalen Joseph Martin Kraus Gesellschaf“ wird mit dem Komponisten vertraut machen.


Bild_Schloss Homburg Sonntag, 21. Oktober 2012, 17.00 Uhr
Toscanasaal der Würzburger Residenz

„Dort droben auf jenem Berge - tief unten im einsamen Thale“
Lieder, Klavierkammermusik in Frankfurt um 1800 von Johann Franz Xaver Sterkel und Resonanzen aus Wien

Julla von Landsberg, Sopran
„Ariadne musica“ - ein Ensemble mit Violine und Violoncello
Michael Günther, Fortepiano

Bernhard Janz, Einführung

So könnte man sich einen Konzertabend in der hiesigen Region um den Main um das Jahr 1800 vorstellen. Johann Franz Xaver Sterkel (1750-1817) war nicht nur in Würzburg, seiner Geburtsstadt, in Mainz, wo er im Dienst der Kurfürsten Erthal und Dalberg stand und als großherzoglicher Musikdirektor in Frankfurt ein gefeierter Komponist und Pianist, zu dem selbst der junge Beethoven pilgerte. In Wien wurden seine Werke ebenfalls sehr gut aufgenommen, und der bei Kennern hoch angesehene Komponist Nikolaus von Krufft schrieb Variationswerke über verschiedene Lieder Sterkels.
Zur Begleitung finden zwei besondere, originale Hammerklaviere des 18. Jahrhunderts aus der Sammlung von Schloss Homburg Verwendung.
Bernhard Janz (Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Würzburg) wird in das Thema einführen.


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Sonntag, 25. November 2012, 17.00 Uhr
Toscanasaal der Würzburger Residenz

„Winterreise“
24 Lieder von Franz Schubert nach Gedichten von Wilhelm Müller

Jan Kobow, Tenor
Michael Günther, Fortepiano

Christoph Schwandt, Einführung

Jan Kobow singt die 24 Lieder, die erst von der Nachwelt mit veränderten Tonarten in einem großen Zyklus zusammengefasst wurden, so, wie Franz Schubert sie ursprünglich gedacht und komponiert hatte: In zwei Abteilungen und in den originalen Tonarten des Schubert'schen Manuskripts.
Das authentische Klangbild wird dadurch vervollständigt, dass Michael Günther den Sänger auf einem exzellenten Hammerflügel von Theodor Christoph Haug, Stuttgart 1815, begleitet, wie er zur Entstehungszeit der „Winterreise“ verwendet wurde, und dessen klangliche Möglichkeiten der Komponist „im Ohr hatte“. Christoph Schwandt gibt Erläuterungen zu Werk und Wiedergabe.
Die Abbildung: Caspar David Friedrich, Hünengrab im Schnee (1807)



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