KONZERTE AUF SCHLOSS HOMBURG
ERLESENE KAMMERKONZERTE
IN SCHÖNER UMGEBUNG
Im Homburger Schloss, einem Fachwerkbau des 16. Jahrhunderts, begegnet man im Festsaal mit einer prächtigen Stuckdecke aus dem 17. Jahrhundert den Klängen längst vergangener Zeiten.
Sorgfältig restaurierte Instrumente des 17. und 18. Jahrhunderts erklingen in den Konzerten und werden in den musealen Räumen bewahrt. Die Konzertpausen bieten Gelegenheit, diese zu betrachten und bei einem Glas Wein die Aussicht ins Maintal und auf den benachbarten Weinberg Kallmuth zu genießen.
Unsere Veranstaltungen finden in freundlicher Zusammenarbeit und mit Unterstützung des „BEZIRK UNTERFRANKEN“ statt.
UNSERE NÄCHSTEN KONZERTE UND VERANSTALTUNGEN IM JAHR 2026:
Sonntag, 27. September 2026, 17.00 Uhr
Schloss Homburg am Main (Markt Triefenstein)
„Caro Maestro“ – Mozarts Cembalokonzerte KV 107
gespielt von
Aliza Vicente Aranda, Violine
Johannes Kofler, Cello
Corina Golomoz, Viola
Ricardo Magnus, Cembalo, Hammerflügel
„Ich liebe Ihn von ganzem Herzen und habe Hochachtung vor Ihm" sagte Wolfgang Amadé Mozart über Johann Christian Bach. Der 8 Jahre alte Mozart traf den 29-jährigen Bach-Sohn 1764 in London, und dieser übte fortan einen entscheidenden Einfluss auf den jungen Wolfgang aus. Mozart studierte dort dessen „Claviersonaten“ und verwandelte drei davon zu Klavierkonzerten, indem er sie um drei Streicherstimmen erweiterte. Aus den schönsten Stücken der frühklassischen Tastenmusik wurden so phänomenale „Clavierconcerte“.
Eine kleine Ausstellung von Noten von Johann Christian Bach und Wolfgang Amadé Mozart aus dem 18. Jahrhundert aus dem Bestand der Homburger Sammlung wird die Begegnung mit diesen Meistern vertiefen.
Die FAZ schrieb: „Ricardo Magnus spielt mit natürlich zusprechendem, frei atmendem Spiel, bei dem die Virtuosität und Klangschönheit nie unter der rhetorischen Darstellung leidet". Alle vier Musiker und Musikerinnen spielen in verschiedenen internationalen Barockensembles auf höchstem Niveau. Der gemeinsame Nenner, so könnte man sagen, ist die Partnerschaft mit dem Freiburger Barockorchester, mit dem sie in einigen gemeinsamen Programmen auftraten.
Und selbstverständlich werden zwei besondere Tasteninstrumente erklingen. Ein zauberhaftes Fortepiano von Ferdinand Hofmann, im Jahr 1784 in Wien gebaut und ein deutsches Cembalo, eine Kopie eines Instruments nach Michael Mietke, Berlin ca. 1710 werden die Vorzüge dieser verschiedenen Arten erlebbar machen.
DIE FOLGENDEN KONZERTE WERDEN 2026 STATTFINDEN
WEGEN DER UMFANGREICHEN RESTAURIERUNGSARBEITEN DES HOMBURGER SCHLOSSES STEHEN DIE GENAUEN TERMINE NOCH NICHT FEST

"Der Arpeggione und die Klangwelt Franz Schuberts"
Eine Sonate sowie Klavierwerke von Franz Schubert
Gerhart Darmstadt, Arpeggione
Michael Günther, Fortepiano
Zum zweihundertsten Geburtstag einer einzigartigen Sonate:
Im November 1824 schrieb Franz Schubert die "Sonate für Arpeggione und Pianoforte". Der Arpeggione, dem Aussehen nach einer Gitarre ähnlich, aber beim genaueren Hinsehen ein Streichinstrument in der Größe eines Violoncellos, dessen sechs Saiten mit einem Bogen gestrichen werden, ist Ausdruck der Suche nach einer neuen Klangwelt der Zeit Schuberts. Um das Jahr 1823 wurde das Instrument entwickelt, und im folgenden Jahr wurde in der Wiener Presse gerätselt, ob es von Johann Georg Staufer in Wien oder von Peter Teufelsdorfer in Pest erfunden wurde. Schubert scheint sofort von dem Instrument begeistert gewesen zu sein, schrieb aber nur diese eine Sonate, die zugleich das mit Abstand bedeutendste Werk für dieses Instrument ist.
Der Arpeppione ist eines der am seltensten gespielten Musikinstrumente, aber auch das Instrument, das der gehaltvollen Tiefe, der Zerbrechlichkeit, Transzendenz und Melancholie der Sonate Schuberts am nächsten kommen kann.
Gerhart Darmstadt ist einer der wenigen, die sich intensiv mit diesem Instrument beschäftigten. Er schrieb über den Arpeggione, nahm Schuberts Sonate auf CD auf, gab zusammen mit Christa Jost eine vielbeachtete Neuausgabe bei der Wiener Urtextedition heraus und wird den Zuhörern des Konzerts Einblick in dieses besondere Instrument geben.

„Die Klavierwerke des Joseph Martin Kraus“
und was sie uns über sein Leben erzählen
Ein Gesprächslonzert, erläutert und gespielt von
Michael Günther, Fortepiano
Der in Miltenberg geborene und spätere königlich schwedische Hofkapellmeister Joseph Martin Kraus (1756–1792) war eine Gallionsfigur und ein glühender Verfechter der Ideale der Zeit der „Empfindsamkeit“ und des „Sturm und Drang“. Bis in seine Studienzeit war er der Literatur genauso verpflichtet wie der Musik, entschied sich aber für letztere und suchte in der Übersiedlung nach Schweden sein Glück. Bereits in jungen Jahren veröffentlichte er 1777 in einer anonymen Druckschrift pointiert wie kein anderer die Ideale des Stilumbruchs dieser Zeit und wandte sich mit Spott gegen die Ideale des überlebten Spätbarocks. Joseph Haydn bezeichnete den Kollegen als „eines der größten Genies, die ich je gekannt habe“.
In seinen Klavierwerken entdeckte Michael Günther einige Zusammenhänge: Kraus verwendete in Schlüsselstellen seiner Werke Zitate von Themen anderer Komponisten und auch aus eigenen Werken. Daraus ergibt sich ein völlig neues Bild des Komponisten, Menschen und Philanthropen und nicht zuletzt des Feuilletonisten, der auch mit feinem Humor einem verblendeten, prominenten Musikologen einen Spiegel vorhalten konnte.
Im Konzert erklingen: Zwei kuriose Menuette, die Variationen C-Dur und die Sonate E-Dur, gespielt auf einem Wiener Hammerflügel des Jahre 1785. Dazu werden etliche Zitate des Komponisten und seiner Zeitgenossen ein instruktives Bild des Komponisten und seiner Zeit entstehen lassen.
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