KONZERTE AUF SCHLOSS HOMBURG
ERLESENE KAMMERKONZERTE
IN SCHÖNER UMGEBUNG
Im Homburger Schloss, einem Fachwerkbau des 16. Jahrhunderts, begegnet man im Festsaal mit einer prächtigen Stuckdecke aus dem 17. Jahrhundert den Klängen längst vergangener Zeiten.
Sorgfältig restaurierte Instrumente des 17. und 18. Jahrhunderts erklingen in den Konzerten und werden in den musealen Räumen bewahrt. Die Konzertpausen bieten Gelegenheit, diese zu betrachten und bei einem Glas Wein die Aussicht ins Maintal und auf den benachbarten Weinberg Kallmuth zu genießen.
Unsere Veranstaltungen finden in freundlicher Zusammenarbeit und mit Unterstützung des „BEZIRK UNTERFRANKEN“ statt.
UNSERE NÄCHSTEN KONZERTE UND VERANSTALTUNGEN IM JAHR 2026:

Sonntag, 7. Juni 2026, 17.00 Uhr
Schloss Homburg (Markt Triefenstein)
„IL TEATRO D’AMORE“
Ein Barockkonzert für alle Sinne
Mit „IL GALATEO“
Andrey Akhmetov, Bass-Bariton
Liza Solovey, Laute
und
Michael Günther, Cembalo
Wenn das Barockduo „Il Galateo“ die Bühne betritt, öffnet sich ein Tor in eine andere Zeit. Mit der edlen Klangfarbe der Laute, den kunstvoll gesungenen Vokallinien und einer feinen Prise barocker Eleganz entführen der Bariton Andrey Akhmetov und die Lautenistin Liza Solovey ihr Publikum mitten hinein in die Welt des 17. Jahrhunderts. Was ihre Konzerte so einzigartig macht, ist nicht nur die virtuose Interpretation der Barockmusik, sondern die Hinzunahme eines unverzichtbaren Elements historischer Aufführungspraxis: Die Barockgestik – jene einst so selbstverständliche Kunst der Körpersprache, die heute fast vergessen ist. Mit Hingabe und Präzision, zudem in originalgetreuem Gewand gekleidet, spielt Andrey Akhmetov auf der Klaviatur der barocken Mimik und Gestik. „Il Galateo“ lässt historischen Klang und historische Gestalt zu einem authentischen Gesamtkunstwerk verschmelzen, in dem die Geschichten von Liebe, Sehnsucht und Leidenschaft, wie sie in den barocken Liedern besungen wurden, hörbar und sichtbar werden.
„Il Galateo“ hat sich schon auf renommierten Bühnen präsentiert. So waren sie bei der Konzertreihe der Duisburger Philharmoniker und im Cuvilliés-Theater bei den Residenzwochen München zu Gast. Zuletzt traten sie im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth auf, einem der prachtvollsten Barocktheater der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe, wo für das dortige Opernhausmuseum eine historische Aufführung filmisch dokumentiert wurde.
Auch ein originales Cembalo des Jahres 1665 wird erklingen. Michael Günther spielt auf diesem zauberhaften Instrument aus seiner kostbaren Sammlung „Clavier am Main“ virtuose Kostproben aus Italien, England und Süddeutschland. Als Interpret trat er bei zahlreichen Festivals für Alte Musik auf, publiziert regelmäßig in der musikalischen Fachliteratur und verwirklichte als Kurator mehrere international beachtete Ausstellungen.
EINTRITTSPREIS
30 € (25 € für Schüler und Studenten)
DIE FOLGENDEN KONZERTE WERDEN 2026 STATTFINDEN
WEGEN DER UMFANGREICHEN RESTAURIERUNGSARBEITEN DES HOMBURGER SCHLOSSES STEHEN DIE GENAUEN TERMINE NOCH NICHT FEST

"Der Arpeggione und die Klangwelt Franz Schuberts"
Eine Sonate sowie Klavierwerke von Franz Schubert
Gerhart Darmstadt, Arpeggione
Michael Günther, Fortepiano
Zum zweihundertsten Geburtstag einer einzigartigen Sonate:
Im November 1824 schrieb Franz Schubert die "Sonate für Arpeggione und Pianoforte". Der Arpeggione, dem Aussehen nach einer Gitarre ähnlich, aber beim genaueren Hinsehen ein Streichinstrument in der Größe eines Violoncellos, dessen sechs Saiten mit einem Bogen gestrichen werden, ist Ausdruck der Suche nach einer neuen Klangwelt der Zeit Schuberts. Um das Jahr 1823 wurde das Instrument entwickelt, und im folgenden Jahr wurde in der Wiener Presse gerätselt, ob es von Johann Georg Staufer in Wien oder von Peter Teufelsdorfer in Pest erfunden wurde. Schubert scheint sofort von dem Instrument begeistert gewesen zu sein, schrieb aber nur diese eine Sonate, die zugleich das mit Abstand bedeutendste Werk für dieses Instrument ist.
Der Arpeppione ist eines der am seltensten gespielten Musikinstrumente, aber auch das Instrument, das der gehaltvollen Tiefe, der Zerbrechlichkeit, Transzendenz und Melancholie der Sonate Schuberts am nächsten kommen kann.
Gerhart Darmstadt ist einer der wenigen, die sich intensiv mit diesem Instrument beschäftigten. Er schrieb über den Arpeggione, nahm Schuberts Sonate auf CD auf, gab zusammen mit Christa Jost eine vielbeachtete Neuausgabe bei der Wiener Urtextedition heraus und wird den Zuhörern des Konzerts Einblick in dieses besondere Instrument geben.

„Die Klavierwerke des Joseph Martin Kraus“
und was sie uns über sein Leben erzählen
Ein Gesprächslonzert, erläutert und gespielt von
Michael Günther, Fortepiano
Der in Miltenberg geborene und spätere königlich schwedische Hofkapellmeister Joseph Martin Kraus (1756–1792) war eine Gallionsfigur und ein glühender Verfechter der Ideale der Zeit der „Empfindsamkeit“ und des „Sturm und Drang“. Bis in seine Studienzeit war er der Literatur genauso verpflichtet wie der Musik, entschied sich aber für letztere und suchte in der Übersiedlung nach Schweden sein Glück. Bereits in jungen Jahren veröffentlichte er 1777 in einer anonymen Druckschrift pointiert wie kein anderer die Ideale des Stilumbruchs dieser Zeit und wandte sich mit Spott gegen die Ideale des überlebten Spätbarocks. Joseph Haydn bezeichnete den Kollegen als „eines der größten Genies, die ich je gekannt habe“.
In seinen Klavierwerken entdeckte Michael Günther einige Zusammenhänge: Kraus verwendete in Schlüsselstellen seiner Werke Zitate von Themen anderer Komponisten und auch aus eigenen Werken. Daraus ergibt sich ein völlig neues Bild des Komponisten, Menschen und Philanthropen und nicht zuletzt des Feuilletonisten, der auch mit feinem Humor einem verblendeten, prominenten Musikologen einen Spiegel vorhalten konnte.
Im Konzert erklingen: Zwei kuriose Menuette, die Variationen C-Dur und die Sonate E-Dur, gespielt auf einem Wiener Hammerflügel des Jahre 1785. Dazu werden etliche Zitate des Komponisten und seiner Zeitgenossen ein instruktives Bild des Komponisten und seiner Zeit entstehen lassen.
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